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Die Welt nach Hause einladen: Familie Werner aus Königsbach zum 10. Mal Gastfamilie

Die Schulleitung und das Kollegium des Lise-Meitner Gymnasiums freut sich sehr über Familien, die einen Jugendlichen aus dem Ausland bei sich aufnimmt und damit die Welt zu sich nach Hause einlädt. Familie Werner aus Königsbach bekam schon 10 Mail ein neues Mitglied in die Familie und erlebt hautnah eine andere Kultur - denn eine Austauschschülerin oder ein Austauschschüler ist viel mehr als ein Gast.

Anlass genug, Familie Werner mit anerkennenden Worten öffentlich und lobend zu erwähnen und sich bei ihnen für ihre langjährige Bereitschaft zu bedanken.

Jedes Jahr kommen zahlreiche Jugendliche aus allen Teilen der Welt nach Deutschland, um unser Land und unsere Kultur kennen zu lernen. Im Rahmen des zusammenwachsenden Europas und der zunehmenden Globalisierung ist es notwendig, dass Jugendliche andere Länder kennen lernen. Positive Eindrücke im Gastland wirken in vielfacher Weise zurück.

"Papa" Rüdiger, "Mama" Silvia, Mario, Felix und Cindy tragen dazu bei, dass Deutschland mehr Freunde in der Welt gewinnt. Seit Jahren ist es für sie selbstverständlich, Gastschüler bei sich zu Hause für die Dauer eines Schuljahres aufzunehmen. Dies ist für sie wie für viele andere Gastfamilien auch eine wertvolle Erfahrung. Im letzten Schuljahr lebte die thailändische Gastschülerin Jay (Photo) bei vollem Familienanschluss im Hause Werner und besuchte in der Zeit das Lise-Meitner Gymnasium.

Für Familie Werner gibt es gute Gründe, Gastfamilie zu sein. Als Mario, Felix und Cindy noch klein waren, halfen immer wieder Au-Pair-Mädchen in der Familie mit. Der Austausch der Kulturen und das Leben mit ihnen hat der Familie so gut gefallen, dass sie, als die Kinder größer wurden, ein Zimmer mit Familienanschluss für ausländische Studenten inserieren wollten. Eher zufällig haben sie über eine Anzeige von der Möglichkeit Austauschschüler aufzunehmen erfahren.

Seither knüpfen sie Kontakte mit Menschen aus aller Welt und lernen somit eine andere Kultur intensiv kennen - viel mehr als im Urlaub. Schon bald gehört die neue Tochter aus Thailand, Estland, Marokko, Kolumbien, Kamerun, Finnland, USA oder Costa Rica einfach mit dazu. Sie erleben ihre Gewohnheiten bewusster und sehen die eigene Kultur mit anderen Augen. Im Austauschjahr entsteht eine enge, oft langjährige Freundschaft zu Menschen aus anderen Ländern. Die erleben das schöne Gefühl, zur persönlichen Entwicklung eines Jugendlichen beizutragen und erweitern den eigenen Horizont.

Nun ist aber aus Platzgründen eine Aufnahme weiterer Gastschüler nicht mehr möglich. Mutter Silvia bleibt der Organisation AFS aber als ehrenamtliche Mitarbeiterin erhalten.

"Mitteilungsblatt Königsbach-Stein" - November 2008