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Midstay Februar 2011

Im Februar 2011 findet das Midstay im Komitee Karlsruhe statt. 22 Jugendliche verbringen zwei Wochen in Gastfamilien im Raum Karlsruhe, im Anschluss verbringen sie ein Wochenende in Moosbronn, um gemeinsam das Thema "Deutschland und ich" zu diskutieren.

Das Midstay ist ein Angebot für alle Gastschüler in der Mitte ihres Auslandsjahres. So haben sie die Chance, einen anderen Teil von Deutschland kennen zu lernen, in eine andere Gastfamilie hineinzuschnuppern und sich ein Wochenende mit einem interessanten Thema zu beschäftigen.

Wir bedanken uns bei allen Gastfamilien, die einen unserer MidstayschülerInnen aufgenommen haben und hoffen, dass sie gemeinsam eine schöne Zeit verbringen.

 

Begrüßung unserer Midstayschüler und ihrer Gastfamilien

Am Sonntag, den 13.2.11, trafen sich um 15 Uhr die 22 frisch eingetroffenen Midstaygastschüler und ihre Gastfamilien im IB zum Kaffeetrinken und Kennenlernen.

 

Nach einer kurzen Vorstellung des AFS und unserer Arbeit im Komitee durch Karin, Alisa und Anna wurden die Gastschüler nach vorne gebeten um sich vorzustellen. Auf einer Weltkarte zeigten sie uns, aus welchen Ländern sie kommen.

 

Danach berichteten sie, welche Teile von Deutschland sie schon bereist hatten und was sie besonders an Deutschland lieben (wie zum Beispiel Berlin Kreuzberg oder Schokolade).

 

Es war ein gemütlicher Nachmittag, bei dem sich Gastschüler, Gasteltern und -geschwister und AFS Mitarbeiter kennenlernen und austauschen konnten.

 

Wir freuen uns schon sehr auf den weiteren Verlauf des Midstays.

 

 

Midstay-Camp "Deutschland und ich"

Gruppenfoto in Moosbronn
Instruktionen zum Straßeninterview
Betreuer: Niklas, Anne und Julia
Warten auf die S-Bahn
Zusammen diskutieren: Was ist typisch Deutsch?
Schwarzwälderkirschtorten...
Wir stürmen den Mahlberg!
Leitfaden Deutschland: Basteln an der Collage
Unser Koch Frieder, der uns mit leckerem Essen versorgte

Am Freitag den 25. Februar begann dann das Midstayseminar. Bevor die Gruppe an den Seminarort, das Naturfreundehaus in Moosbronn im Schwarzwald fuhr, stand jedoch noch ein Programmpunkt in Karlsruhe an – die sogenannten Straßeninterviews. Dazu trafen wir uns um 9 Uhr in den Räumen der Karlshochschule in Karlsruhe. Als Eisbrecher diente eine Vorstellungsrunde, in der sich die Schüler mithilfe mitgebrachter Gegenstände vorstellten, die etwas über sie und ihr Verhältnis über Deutschland aussagen. Gegenstände waren z.B. Haribo, eine selbstgestrickte Handysocke, ein Kartenspiel, das häufig mit der Gastfamilie gespielt wird oder eine Busfahrkarte, die das gut funktionierende öffentliche Nahverkehrssystem symbolisieren soll.

Für die Einteilung der Gruppen für das Straßeninterview wurden Puzzleteile ausgeteilt. Wenn sich die Schüler in ihrer richtigen Gruppe zusammengefunden haben, ergab das Puzzle auf der einen Seite das Bild einer deutschen Sehenswürdigkeit, auf der anderen ein deutsches Sprichwort. Im Plenum erklärten die Teilnehmer einander um welche Sehenswürdigkeit es handelt und diskutierten, was die Sprichwörter wohl bedeuten. Hierbei war es interessant zu sehen, dass es die meisten Sprichwörter zumindest sinngemäß auch in anderen Ländern gibt.

Nachdem die Betreuer die genauen Anweisungen für das Straßeninterview und Notfalltelefonnummern kommuniziert hatten, schwärmten die Gastschüler in Kleingruppen in die Karlsruher Innenstadt aus und befragten Passanten zu typischen deutschen Eigenschaften und Einschätzungen zu den Heimatländern der Austauschschüler. Nach zwei Stunden kehrten die Gruppen in die Karlshochschule zurück und stärkten sich bei einem Mittagessen bevor die ganze Gruppe die Fahrt zum Naturfreundehaus Moosbronn antrat.

Am Naturfreundehaus angekommen wurden die Zimmer bezogen, der Küchendienst eingeteilt und die Hausregeln erklärt. Dann wurden die Ergebnisse der Interviews unter den Gesichtspunkten: "Was hat mich überrascht?", "Welchen Aussagen würde ich zustimmen?" etc. ausgewertet.

Die Mahlzeiten des ganzen Wochenendes standen unter dem Motto "Typisch süddeutsche Gerichte", so gab es am Freitagabend Käsespätzle mit Salat.

Das Abendprogramm bestand aus deutschen Gesellschaftsspielen und einer Vorführung des Films "Keinohrhasen".

 

Der Samstagvormittag stand unter dem Motto "Gibt es eine typisch deutsche Erfahrung": Die Austauschschüler verglichen ihre Erfahrung in Ihrer Jahres- und Midstayfamilie in den Bereichen "Wohnen und Umgebung" und "Gastfamilie und Schule". Hierbei wurde deutlich, dass es bei den Jugendlichen ein hohes Mitteilungsbedürfnis gab und sie ihre Zeit in der Midstayfamilie sehr genossen haben. Zum Mittagessen gab es Maultaschen in der Brühe und hausgemachten Kartoffelsalat.

In der Mittagspause wurden von den Schülern mit Begeisterung "Schwarzwälder Kirschtorten" gebacken worauf ein Spaziergang auf den nahegelegenen Mahlberg folgte. Zurück im Naturfreundehaus wurden die Torten verspeist.

Den Rest des Nachmittags erarbeiteten die Schüler in Kleingruppen einen "Leitfaden" für nachfolgende Gastschüler. Hierzu bedienten sie sich verschiedener Medien: Sie erstellten eine Collage, führten Interviews und filmten diese, erarbeiteten ein Theaterstück und schrieben ein Lied. Dabei lag es ihnen besonders am Herzen den nachfolgenden Gastschüler die Mitteilung zu geben, dass es am Anfang schwer ist, Austauschschüler zu sein, es aber irgendwann alles leichter wird, man Riesenspaß hat und sehr viel lernt.

Nach dem Abendessen (Bratwürstchen mit Kartoffelbrei) wurden die Ergebnisse der Gruppen vorgestellt.

Am Sonntagmorgen mussten alle früh aufstehen, denn um 10 Uhr war die Rückreise geplant.

So wurde nur noch gefrühstückt, das Haus geputzt und eine Feedbackrunde gemacht. Beim Feedback kristallisierte sich heraus, dass das Midstay den Teilnehmern so gefallen hat, dass es ihretwegen gerne noch ein bisschen länger hätte gehen können. Sie hatten es sehr genossen einen anderen Teil von Deutschland kennenzulernen und beim Seminarwochenende Freundschaften mit anderen Austauschschülern zu schließen.

Müde, aber sehr zufrieden machten sich Teilnehmer und Betreuer auf die Heimreise. Es war ein schönes, erfolgreiches Wochenende.